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Der Slam der toten Dichter #4

2. Dezember 2016 | 20:00 - 22:30

Foto: Andreas Schauerte

Wir erwecken für einen Abend die großen toten Dichter zum Leben. Schauspieler schlüpfen in die Rollen von Goethe, Heinz Erhardt, Wilhelm Busch, Ringelnatz oder Falko und stellen sich im Wettbewerb eurer Wertung. Es liegt an euch, welcher Poet der damaligen Zeit wirklich der Beste war.

Professionelle Schauspieler verkörpern die Künstler. Sie dürfen sogar Requisite und Kostüme benutzen und haben ein Zeitlimit von 10 Minuten. Abgestimmt wird durch Applauslautstärke.

‧ HILDEGARD KNEF gespielt von Carola Moritz
‧ LEONARD COHEN gespielt von Ben Engel
‧ ERICH KÄSTNER gespielt von Jan Coenig
‧ SAMUEL TAYLOR COLERIDGE gespielt von Paul Cowlan
‧ KLAUS KINSKI gespielt von Frank Albersmann
‧ HANNAH ARENDT gespielt von Eva Schilling
 
Benedict Hegemann moderiert.

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Kulturhaus am Zoo (ehem. Katakombe)
Pfingstweidstraße 2, 60316 Frankfurt am Main

Datum: Freitag, 02. Dezember 2016
Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 12 €, ermäßigt: 10 €

RESERVIERUNG
Email: info [at] benemitc.de
Mobil: 0151 42323263
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Hildegard Knef (1925 – 2002) war deutsche Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin. Neben zahlreichen Film- und Musikpreisen wurde sie auch mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet. Sie erreichte den Höhepunkt ihrer Filmkarriere nach ihrer Rückkehr aus Hollywood 1957 und konzentrierte sich daraufhin auf ihre Karriere als Musikerin. Für sie soll es außerhalb der Wertung rote Rosen regnen, an diesem Abend aber gestreut von Schauspielerin und Chansonsängerin Carola Moritz als Featured Artist.

„Damen sind Frauen, die es Männern leicht machen, Herren zu sein.“

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Leonard Cohen (1934 – 2016) war kanadischer Singer-Songwriter, Dichter und Schriftsteller. Er startete sein unstetes Leben mit dem Verfassen von Gedichtbänden, die ihm seine Reisen durch Europa finanzierten. Erst im Alter von 33 Jahren kehrte er nach Amerika zurück, ob sich dort der Musik zu widmen. In seinem von Depression geprägtem Leben gewann er mehrfach Canada’s Juno Award und sogar die deutsche Auszeichnung der Nachtigall. Auf deutsch schlüpft Schauspieler Ben Engel in die Haut des Poeten Cohen.

„Ich liebe Hotels, in denen ich ohne Aufsehen morgens um vier einen Zwerg, einen Bären und vier Frauen aufs Zimmer mitnehmen kann.“

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Erich Kästner (1899 – 1947) war deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Verfasser von Kabaretttexten. Seine ganzen Lebenserfahrungen spiegeln sich in seinen ausgezeichneten Werken wieder, sei es der Abbruch seiner Lehre zum Volksschullehrer, sein Studium, beide Weltkriege oder eine Arbeiten im Journalismus. Er verzauberte seine Leser durch eine genial-simple Sprache und wurde von Ranicki stets gelobt in seinen Texten Kinder wie Erwachsene zu behandeln und Erwachsene wie Kinder. Poetry Slammer Jan Coenig (Foto: Carsten Peter) verwandelt das Theater in ein fliegendes Klassenzimmer. Ach du liebes, doppeltes Lottchen!

„Die Liebe ist ein Zeitvertreib, man nimmt dazu den Unterleib.“

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Samuel Taylor Coleridge (1772 – 1834) war britischer Poet, Literaturkritiker und Philosoph. Inspiriert vom deutschen „Sturm und Drang“ war er Mitbegründer der romantischen Bewegung in England und einer der wichtigsten Lyriker seiner Zeit. Am meisten wird er noch für seine „Gesprächspoesie“ erinnert, die mit möglichst alltäglicher Sprache tiefe poetische Gedanken und Ideen den Lesern nahe bringt. Man geht davon aus, dass er damals an einer bipolaren Störung, sowie an rheumatischem Fieber litt und durch die Medikation eine starke Opiumabhängigkeit entwickelte. Hoffentlich nicht unter Drogen wird der britische Liedermacher Paul Cowlan ihn für uns auf Englisch verkörpern.

„The most happy marriage I can picture or imagine to myself would be the union of a deaf man to a blind woman.“

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Klaus Kinski (1926 – 1991) war deutscher Schauspieler. Durch seine jahrelange Zusammenarbeit mit Werner Herzog kam er durch seine irren Rollen und Charaktere zum großen Erfolg und war auch international ein gefragter Darsteller, wie etwa in den Edgar-Wallace-Filmen. Herzog berichtet von ihm als eine sehr strebsame Person mit harschen emotionalen Ausbrüchen und Skandalen als bloßen Versuch Aufmerksamkeit zu erregen. Bis heute bleibt er ein einzigartiger und eigenartiger Schauspieler – im Geiste des Wahnsinns wird ihn Liedermacher Frank Albersmann auf die Bühne bringen.

„Ich werde wirklich öfter geschlechtskrank, als andere sich erkälten.“done_frank_kinski_bearbeitet-1


Hannah Arendt (1906 – 1975) war eine jüdische deutsch-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin. Nach der Inhaftierung durch die Gestapo wanderte sie zu Kriegsbeginn nach Amerika aus. Sie verfolgte stets den Gedanken, dass zwischen den Menschen eine potentielle Freiheit und Gleichheit in der Politik herrscht. Ihr philosophisches Werkschaffen ist stets vom deutschen Antisemitismus geprägt gewesen; deutlich zeigte sich dies durch Ihre kritischen Anschauungen der Nachkriegsprozesse und das allgemeine Engagement für die jüdische Kultur. Ihren Geist wird Poetry Slammerin Eva Schilling mit Charme wiederbeleben.

„Man kann sagen, dass der Faschismus der alten Kunst zu lügen gewissermaßen eine neue Variante hinzugefügt hat – die teuflischste Variante, die man sich denken kann – nämlich: das Wahrlügen.“done_eva_arendt_bearbeitet-1


Details

Datum:
2. Dezember 2016
Zeit:
20:00 - 22:30
Veranstaltungskategorien:
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Veranstalter

Benedict Hegemann

Veranstaltungsort

Kulturhaus Frankfurt