Poetry Slam Workshop
Das Workshopkonzept aus dem Poetry Slam
Ein wirkungsvoller Workshop im Kontext des Showformats ‚Poetry Slam‘ muss in erster Linie individuell ausgerichtet sein. Denn auftretende Poet:innen haben selektiv alle andere Perspektiven und Motivationen für die Teilnahme. Es gibt die, die versuchen mit deeper Message Menschen zu erreichen und die, die gerne ein Lachen in Gesichter zaubern. Die einen arbeiten mit starker Performance, andere wiederum konzentrieren mit vereinzelten Gesten den stillen Fokus am Mikrofon. Dadurch, dass sich für alle ein anderer Zauber dahinter verbirgt, darf es in so einem intimen Workshop nicht den Anspruch geben den perfekten Text zu schreiben. Oder gar die falsche Annahme zu unterstützen nur diese eine Art zu schreiben wäre die richtige Art für einen Auftritt.
Persönliche Slam Poesie durch die Kunst des Scheiterns
Perfektion kann kein Anspruch in der Slam Poesie sein, da wir alle das Grundverständnis des Scheiterns akzeptieren müssen. Denn jede Jury bewertet Texte grundlegend anders. Man gewinnt mit einem Text in Frankfurt am Main, verliert mit dem gleichen Text und exakter Performance in Gießen. Den Grund dahinter zu verstehen ist wie eine Befreiung, sich als Autor:in von subjektiver Bewertung loszulösen, mit Kritik und Feedback richtig umzugehen und für sich selbst zu finden, welche Art zu schreiben und performen genau das ist, was einem Freude macht.
Poetry Workshop mit pädagogischen Hintergrund
Bei diesem einzigartigen Poetry Slam Workshop geht es vielmehr darum in einem erlebnispädagogischen Kontext mit Sprache zu spielen und zu erleben, was es für einen Unterschied macht, einen Text für Menschen zu schreiben, anstatt für die Schublade. Zu Lernen, wie man Texten für einen Auftritt Leben einhaucht, um andere mit den eigenen Gedanken und Worten zu begeistern. Denn hier ist man gleichzeitig Autor:in, Regisseur:in und Schauspieler:in in einem. Und dafür braucht es weder Talent noch Erfahrung. Denn jeder, der schreibt, hat etwas in sich, das es wert ist gehört zu werden. Die Frage ist nur, wie man das aus sich herausholt und formuliert. Die Konzeption ist am Erlebnis gebunden und deswegen absolut flexibel, dass das Niveau je nach Zielgruppe angepasst werden kann. Durch stete Reflexion bleibt die Arbeit mit den Teilnehmer:innen also individuell, dass sich der Ablauf an die jeweiligen Stärken knüpft.

Der Workshopleiter
Ab 2007 ist Benedict Hegemann schon in der Jugendarbeit tätig gewesen. Durch das frühe entdecken seiner Liebe zum Poetry Slam 2009 und einer ausgiebigen Phase im Theater ab 2013 verbindet er künstlerische Werte mit pädagogischen Anspruch. Deswegen gibt er Workshops mit besonderen Erfahrungswerten in den Bereichen Poetry Slam, Kreatives Schreiben, Bühnenperformance, Theater und Erlebnispädagogik für alle Altersgruppen.
Wie läuft der Poetry Slam Workshop ab?
Vorbereitung durch Situationsanalyse
Noch vor dem Workshop wird Hegemann anhand von einem Briefing eine Situationsanalyse machen. Je nach Kontext von Hintergrund, Teilnehmer:innen, Gruppengröße und Zielen des Kunden wird ein grober Ablauf entstehen, der die Gruppe gezielt und niedrigschwellig abholt. Dadurch kann sich niemand hinter dem Etwas-Nicht-Können verstecken oder demotiviert werden, weil andere in gewissen Dingen schon besser sind. Die Einstiegsübungen sind so abseits von alltäglichen Erfahrungen, dass der Anfang für alle sich identisch anfühlt. Dadurch entsteht Kontrolle in der Gruppendynamik, um die Beteiligten gleichzeitig in die Lernzone zu holen. Das ermöglicht ein Aufbrechen von schon etablierten Rollen und Strukturen, mit der Chance klassisch verteilte Rollen auszutauschen – denn in ungewohnten Situation funktionieren alte Verhaltensmuster oft nicht mehr.
Erlebnispädagogischer Ansatz
Der Ansatz als Leiter des Workshops ist auf Augenhöhe, um einen geschützten Rahmen zu bieten für mehr Mut auch intime Themen nicht nur in Texte zu fassen, sondern sie auch voreinander mit Respekt und Applaus vorzutragen. Das Vortragen ist kollektiv und nicht exemplarisch, damit niemand außen vor gelassen wird. Die Publikumsregel des Poetry Slams ‚Respect the Poets‘ fügt sich hier blendend ein als Gruppenregel zueinander bei Vorträgen sich als Gruppe Respekt zu zollen mit steten Applaus für alle kleinen Auftritte. Das etabliert eine Verhaltensabgrenzung zwischen Arbeitsphase und Auftrittsphase. Störfaktoren werden direkt angesprochen und mit der Gruppe aufgelöst. Durch dieses kollektive Erarbeiten baut sich eine so starke Dynamik auf, dass Teilnehmer:innen sich gegenseitig zusprechen den eventuellen Auftritt vor einer Fremdgruppe vielleicht ja doch zu schaffen. Denn die Gruppe kann immer nur zusammen Erfolg haben – oder scheitern.
Kollektive Lernerfahrung als direktes Erlebnis
Es ist wichtig zum Lernen verschiedene Sinne anzusprechen und Erfahrungen zu schaffen. Deswegen wird genau darauf geachtet wie lange zugehört, geschrieben, vorgetragen wird und wann Spielphasen für eine Auflockerung sorgen. Nach Karl Rohnke’s Ansatz von FUNN (functional understanding not necessary) sorgt der natürliche Spieltrieb von Menschen dafür sich im Moment zu fühlen, ohne immer alles hinterfragen zu müssen. Nach diesem Konzept sind alle Erkenntnisse kein Frontalunterricht, sondern in Übungen und Spielen bewusst eingefädelt. Am Ende fühlt sich das dann an wie ein umgekehrter Wikipediaartikel, wo normalerweise erst das Thema in der Überschrift steht und dann dazu erläutert wird. Im Workshop wird das Thema erst ohne weitere Erklärung miteinander erlebt. Dann wird analysiert, was das mit den Teilnehmenden auf der Gefühlsebene gemacht hat, und gerätselt, warum wir uns dadurch so gefühlt haben. Final finden wir dann eine Überschrift dafür, um das in den Köpfen festzuhalten und durch die Eigenerfahrung nicht zu vergessen.

Referenzen vergangener Poetry Slam Workshops
Deutschlandweit ist Benedict Hegemann Leiter von unterschiedlichen Theater- und Poetry Slam Workshops, sowie Großprojekten. Er führte 2014 und 2015 die länderübergreifenden Maßnahmen QuattroPole 3.0 & 4.0 für das Kulturstädtenetz Trier, Saarbrücken, Luxemburg und Metz in deutsch, französisch und luxemburgisch an. Seit 2019 ist er aktiver Leiter von Workshops für Lehrer:innen und Schüler:innen im Bundesprojekt KULTUR_leben des Saarlands. Seine besondere Empathie zeichnet sich in der Arbeit mit nicht-deutschsprachigen Flüchtlingen und Menschen mit Behinderung aus.
Flexibilität in der Planung und eine hiesige Auswahl an Übungen mit verschiedenen Fokuspunkten ermöglichen das Anbieten von Eintages- bis Ganzjahres-Workshops. Über ein Schuljahr entwickelte Hegemann 2018 an der IGS Herder und Helmholtzschule in Frankfurt am Main im Workshop ganze Texte, die als Basis für die danach auch angeleitete Theaterarbeit dienten, um mit den Teilnehmenden ein eigenes Theaterstück zu entwickeln.
Nicht nur für Schüler:innen ist das Format interessant. Auch für Erwachsene findet die Konzeption großen Anspruch mit verschiedenen Zielen. 2017 durfte Hegemann für DB Netz AG einen hybriden Workshop aus Poetry Slam und Erlebnispädagogik anleiten. 2019 führte er für das saarländische Landesinstitut für Pädagogik und Medien einen Meta-Workshop über seinen pädagogischen Ansatz für Lehrer:innen an der Gemeinschaftsschule Ebbelborn und Rastbachtal zur Nutzung im eigenen Unterricht.
Buchungsanfragen für einen Poetry Slam Workshop
Melden Sie sich gerne für Anfragen oder konzeptionelle Nachfragen per Email an info [at] benemitc.de. Hegemann geht immer auf individuelle Kontexte ein, um situativ immer das beste für Sie herauszuholen. Schauen Sie auch bei der großen Poetry Slam Workshow vorbei für eine Gruppengröße ab 30 Teilnehmer:innen im Showformat.

Pressemitteilungen von Workshops
Balladen Workshop an der Adolf-Reichwein-Schule im Hochtaunus
Die Form der Ballade erwies sich als zeitlos und so mancher ging mit neu gewecktem Interesse für Balladen-Literatur und Bühnenkunst nachhause.
ARS Hochtaunus (31.12.2021)
Damit öffnete er den Schülern einen besonderen Zugang zu Gedichten und zum Dichten.
Taunuszeitung (22.12.2021)
Am Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen
Benedict Hegemann aus Frankfurt a. M. besuchte zum mittlerweile dritten Mal das Albert-Einstein-Gymnasium. (…)
Abwechslungsreiche Aufwärm- und Konzentrationsspiele sowie ein lockerer Umgangston tragen zu einer ebenso angenehmen wie konzentrierten Arbeitsatmosphäre bei. Die Nachwuchsslammer sind alle voll bei der Sache und nehmen viele nützliche Tipps und Anregungen mit nach Hause, (…)
Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen (27.05.2019)
Am Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen
Seine vielfältige Bühnenerfahrung wird unter anderem dann deutlich, wenn er den Schülerinnen und Schülern an diesem Morgen vorführt, wie essenziell Übertreibung für eine effektvolle Bühnenperformance ist. Die Jugendlichen können aber auch selbst ausprobieren, wie sie durch den Einsatz von Mimik, Gestik und Stimme die Wirkung eines vorgetragenen Textes grundlegend verändern können. Dank der lockeren Arbeitsatmosphäre waren die Nachwuchsslammerinnen und -slammer alle voll bei der Sache und nahmen viele hilfreiche Tipps mit zur Vorbereitung auf den bevorstehenden Slam (…).
Fazit: Auch bei seinem zweiten Besuch hat Benedict Hegemann die Jugendlichen für sich und vor allem für den Poetry Slam gewonnen.
Albert-Einstein-Gymnasium Völklingen (09.05.2018)
Im Antoniushaus Hochheim
An nur einem Wochenende entstanden (…) individuelle, tiefgründige Poetry Slam-Texte.
Hochheimer Zeitung (31.03.17)
An der Realschule plus, Kirn
„Stellt euch vor, ihr habt Durchfall und lasst es einfach laufen!“, lautete nur ein Zitat, mit welchem Workshopleiter Benedict Hegemann die knapp 40 teilnehmenden Zehntklässler der Realschule plus auf Halmen humorvoll motivierte, sich ihren Gedanken und ihrem Schreibprozess hinzugeben. Die Schülerinnen und Schüler befanden sich gerade in den letzten Zügen im Verfassen ihrer ersten kleinen Slamtexte, die einige Mutige am Ende des Workshops sogar vor Publikum performten. Voller Hingabe schaffte es der erst 25-jährige Hegemann an diesem etwas anderen Schulmorgen, die Schreibhemmungen und Ängste aller Schülerinnen und Schüler abzubauen und sie für den Umgang mit Sprache zu begeistern und in die Kunst des Slammens einzuweihen. (…)
Realschule Kirn (21.04.2016)
An der Humboldtschule Bad Homburg
Mit authentischer Empathie und Zugewandtheit entfachte Hegemann, der selbst als Poetry Slammer und auch Veranstalter im Rhein-Main-Gebiet bekannt ist, bei den Teilnehmenden die Freude am Verfassen und Vortragen eigener Texte in einem gekonnten Mix aus kreativem Schreiben, Bühnenperformance und Poetry Slam-Grundlagen. (…)
Humboldtschule, Bad Homburg (19.04.2016)
Am Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Benedict Hegemann weiß als Schauspieler, Moderator, „Slammer“ und „Slam-Master“ von was er spricht, schließlich ist er in der Poetry Slam-Szene eine bekannte Größe. Am letzten Freitag leitete er einen „Poetry-Slam-Workshop“ am Graf-Stauffenberg-Gymnasium (GSG) in Flörsheim, dreizehn Oberstufenschülerinnen und -schüler nahmen begeistert daran teil und ließen sich von ihm zeigen und erzählen, wie man einen „Slam-tauglichen“ Text vorbereitet, schreibt und schließlich vor Publikum vorträgt. (…)
Verlag Dreisbach (15.04.2016)
Am Graf-Stauffenberg-Gymnasium Flörsheim
Benedict Hegemann ist als Poetry Slammer ein idealer Workshop-Leiter seiner Kunst. Sein flexibles Konzept half den Jugendlichen, Schreibhemmungen oder Ängste abzubauen. Er zeigte ihnen auch, wie sie das Gesagte durch Mimik und Gestik hervorheben können. (…)
Wiesbadener Kurier (16.07.2015)
Im Jugendzentrum Försterstraße, Saarbrücken
Auf der Suche nach dem deutsch-französischen Sprachkunstteam
„Verdammter Mist!“, „Er ist so süß…“, „Yeah, ich hab im Lotto gewonnen!“ Wer jüngst im Juz Försterstraße vorbeischaute, dürfte nicht übel gestaunt haben, all diese unterschiedlichen Gefühlsausbrüche aus einem Zimmer zu vernehmen. Noch mehr hätten sich die Augen wohl geweitet, hätte man in den Raum hineingespäht und die fünf Personen erblickt, die laut vor sich hin murmelnd auf- und abschritten. (…)
(…) Der Sinn dahinter: Wie bewege ich mich auf der Bühne, und wie gewinne ich die Sympathie des Publikums? „Die Zuschauer sind sensibel und achten genau auf Gestik, Mimik und Emotionen“, erklärte Benedict. „Daher sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Wichtig ist aber: Seid authentisch!“
Saarbrücker Zeitung (25.09.2014)