In einer interaktiven Lernshow kann man die individuelle Arbeit mit Menschen im kreativen Bereich auch auf die Bühne transformieren. Performativ mit anschaulichen und einprägsamen Themenpunkten steht Hegemann vor einer Meute wissenshungriger Menschen und bringt ihnen das Handwerkszeug des effektiven Schreibens bei, damit künftige Zuhörer eigener Texte ganz Ohr sein werden. Ganz im Sinne der Erlebnispädagogik lernen die Zuschauer durch Aha-Effekte, unglaublichen Beispielen und inneren Erkenntnissen die Psyche der humanen kognitiven Möglichkeiten kennen – runtergebrochen auf eine verständliche Ebene. Denn sobald man weiß wie Menschen funktionieren, kann man dies ausnutzen um Texte bewusster zu verfassen.

Grundlage der Themenschwerpunkte sind wissenschaftliche Studien zur assoziativen Wahrnehmung. 

Buchungsanfragen oder konzeptionelle Nachfragen bitte an info [at] benemitc.de.

Brentano-Schüler lernen Poetry Slam

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Bevor die Schüler selbst ihre poetische Ader erfühlen durften, näherte sich Hegemann spielerisch dem Thema Sprache und vor allen Dingen ihrer Vielseitigkeit und versteckten Kraft, die er in einigen kurzen Feldstudien mit den Schülern erörterte.

Dabei sollten die Schüler aus den A-Kursen des Deutschunterrichts unterschiedlichen Formen Namen zuordnen und überlegen, wie Farben die Wahrnehmung und Urteile beeinflussen können. Direkt eingebunden wurden die rund 60 Schüler bei einer Runde „Wett-Synonyming“, wo sie für vorgegebene Worte in möglichst kurzer Zeit vier Synonyme finden sollten. Anhand ihrer Ergebnisse zu den Wörtern „sterben“ und „trinken“ erläuterte Hegemann, wie unterschiedlich der Eindruck eines Satzes sein kann, wenn man bereits nur ein einziges Wort durch ein Synonym austauscht. „Wenn ihr euch Mühe gebt, nicht gleich das Erste zu schreiben, was ihr denkt, dann habt ihr eine unglaubliche Kraft“, gab er den Schülern mit auf den Weg.

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Hegemann selbst war sehr zufrieden mit dem Workshop – nicht nur damit, dass er vielen Schülern erstmals die Möglichkeit gegeben hat, sich schreibend aus dem Korsett des Unterrichts zu befreien, sondern auch, dass sich so viele abschließend getraut haben, ihre Werke vor den anderen vorzutragen. Möglicherweise war es ja für den ein oder anderen Nachwuchspoeten auch nicht das letzte Mal.

> Wiesbadener Tagblatt (22.09.18)